Neuere Computer haben den Vorteil, dass sie statt mechanische Festplatten nur noch SSD-Ram für den Datenspeicher verwenden. Diese Speicherart ist nicht nur schneller, sondern auch verschleissfrei, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Festplatte. Wenn die Festplatte einen mechanischen Schaden hat, lässt sie sich oft nicht mehr reparieren. Manchmal funktioniert die Festplatte jedoch noch, aber der Computer kann die darauf befindlichen Daten nicht mehr oder nur noch fehlerhaft auslesen.
Wenn dein PC nicht mehr hochfährt, gibt es einige Möglichkeiten, wie du deine Daten eventuell doch noch retten kannst. Folgendes kannst du ausprobieren:
Festplatte ausbauen
- Schalte den Computer aus und trenne das Netzteil sowie andere Peripheriegeräte ab.
- Öffne das Computergehäuse und suche die Festplatte. Entferne vorsichtig die Kabel von der Festplatte.
- Nimm die Festplatte aus dem Laufwerksschacht.
Daten von der defekten Festplatte retten
Verbinde die entfernte Festplatte mit einem anderen funktionierenden Computer. Du kannst entweder ein Externes Gehäuse, oder eine Dockingstation verwenden, die den entsprechenden Verbindungstyp unterstützt (z. B. USB, SATA usw.). Du kannst die Festplatte auch direkt mit dem zweiten Computer verbinden, wenn du die passende Kabel dafür bereit hast. Nutze ein Datenrettungstool wie "Recuva", um die Festplatte zu scannen und verlorene Daten wiederherzustellen.
Daten sichern
Kopiere die gewünschten Dateien von der defekten Festplatte auf den funktionierenden Computer oder auf eine zweite externe Festplatte. Sobald alle Daten gesichert sind, kannst du die Festplatte neu formatieren und die Daten wieder zurück kopieren. Falls dies nicht funktioniert, solltest du die Festplatte durch eine neue ersetzen.
Professionelle Hilfe
Wenn die oben genannten Schritte nicht funktionieren, solltest du einen Spezialisten aufsuchen. Dieser kann versuchen, die Daten auf der deffekten Festplatte mit speziellem Werkzeug auszulesen.
Vorbeugung
Um Datenverlust in Zukunft zu vermeiden, empfehle ich, regelmäßig Backups deiner Daten (Benutzerdaten, Fotos, Dateien usw.) zu erstellen. Dazu verwendest du am besten einen sogenannten Cloudspeicher. Einige Anbieter (zum Beispiel Dropbox oder Pcloud) bieten für wenig Geld oder sogar kostenlos sehr viel Speicherplatz an, wo du deine wichtigen Daten regelmässig sichern kannst. Auch kannst du von überall aus, auf deine Dateien, wie zum Beispiel deine Fotos, zugreifen und diese mit anderen teilen, wenn du das möchtest. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Notfall-Stick, mit dem du über den USB Anschluss dein Computer jederzeit aufstarten kannst.
Die oben erwähnten Cloudspeicher- Anbieter (Dropbox und Pcloud) sind sehr seriös und schneiden betreffend Datenschutz, Leistung und Bedienung in diversen Vergleichstest sehr gut ab. Das Besondere: Bei Pcloud zahlst du nur einmalig für dein Datenspeicher (kein monatliches Abo). Auch automatische Backups lassen sich problemlos und einfach erstellen.