Mein erstes Auto war ein ziemlich unspektakulärer, aber dafür unglaublich zuverlässiger Kleinwagen, den ich mir damals eher aus Vernunft als aus Leidenschaft geholt habe. Optisch war er jetzt kein Hingucker und hatte schon ein paar Spuren vom Vorleben, aber genau das hat ihn irgendwie sympathisch gemacht. Ich erinnere mich noch gut an dieses Gefühl, plötzlich unabhängig zu sein, einfach losfahren zu können, wann immer man wollte. Die ersten Wochen bin ich gefühlt wegen jeder Kleinigkeit gefahren, nur um dieses neue Freiheitsgefühl auszukosten, selbst wenn es am Ende nur zum Supermarkt oder einmal quer durch die Stadt war.
Technisch war er total unkompliziert und genau das war für mich als Fahranfänger Gold wert. Er sprang immer an, hat mich nie im Stich gelassen und hat mir so ein bisschen die Angst genommen, irgendwas kaputtzumachen. Klar gab es Kleinigkeiten, die genervt haben, so ein klapperndes Geräusch hier, ein Fensterheber mit eigener Meinung dort, aber das gehörte irgendwie dazu. Ich habe an dem Auto zum ersten Mal gelernt, worauf man wirklich achtet, wie sich ein gutes Fahrgefühl anfühlt und dass man sich mit der Zeit automatisch an jedes Geräusch gewöhnt, bis jemand anderes einsteigt und sofort fragt, ob das normal ist.
Gekauft habe ich ihn damals bei https://www.dobernig.com/ und das war rückblickend echt eine gute Entscheidung, weil ich mich da nicht über den Tisch gezogen gefühlt habe. Es war kein perfektes Auto, aber es war genau das richtige für den Einstieg und ich habe wirklich viele Erinnerungen damit verbunden, gerade diese ersten längeren Fahrten, bei denen man noch jedes Schild bewusst liest und jeden Parkplatz wie einen kleinen Sieg feiert. Wenn ich heute daran zurückdenke, merke ich, wie sehr so ein erstes Auto einen prägt, nicht weil es besonders toll war, sondern weil es eben das erste eigene Stück Freiheit war.