Ich finde, wenn man über die realistischen Kosten einer Photovoltaikanlage nachdenkt, sollte man erstmal ganz simpel überlegen, was man selbst überhaupt braucht und was technisch überhaupt möglich ist. Bei mir war der Einstieg ein Kleineskraftwerk, weil es eine vergleichsweise einfache und günstige Möglichkeit ist, selbst Strom zu erzeugen, ohne gleich das komplette Dach neu decken zu müssen oder riesige Summen zu investieren.
In der heutigen Zeit ist es ja wirklich so, dass fast jeder theoretisch seinen eigenen Strom produzieren kann. Klar, es hängt vom Standort ab und davon, wie viel Sonne tatsächlich ankommt, aber die Einstiegshürden sind deutlich gesunken. Gerade Balkonkraftwerke kann man oft selbst installieren, zumindest wenn man ein wenig technisches Verständnis hat oder jemanden kennt, der helfen kann. Es gibt inzwischen auch gute Sets, die alles Nötige beinhalten, von den Modulen bis zum Wechselrichter.
Ich habe damals geschaut, wie viel Strom ich im Alltag verbrauche und was ich realistischerweise mit ein oder zwei Modulen auf dem Balkon abdecken kann. Das hat mir geholfen, eine Vorstellung von den möglichen Einsparungen zu bekommen. Man sollte auch nicht nur die Anschaffungskosten im Blick haben, sondern zum Beispiel auch darauf achten, wie lange die Anlage hält und wie sich die Einspeisung auf die Stromrechnung auswirkt. Manche Netzbetreiber machen es einem leichter als andere, deshalb lohnt es sich auch, sich vorher mal mit dem lokalen Ansprechpartner in Verbindung zu setzen. Der konnte mir damals auch sagen, wie die Anmeldung läuft und worauf ich achten muss.
Alles in allem war das Balkonkraftwerk für mich der perfekte Einstieg, um ein Gefühl für das Thema zu bekommen und dabei direkt selbst etwas zur Energiewende beizutragen.