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Hallo zusammen,

wir haben aktuell das Problem, dass unser Pool scheinbar irgendwo Wasser verliert. Der Wasserstand sinkt deutlich schneller als früher, obwohl wir Verdunstung eigentlich ausschließen können. Sichtbare Risse oder undichte Stellen haben wir bisher nicht gefunden.

Hat jemand von euch schon einmal eine professionelle Pool-Leckortung machen lassen? Wie läuft so etwas genau ab und welche Methoden werden genutzt, um die undichte Stelle zu finden, ohne direkt alles aufreißen zu müssen? Mich würde auch interessieren, mit welchen Kosten man ungefähr rechnen muss und ob sich so eine Leckortung bei älteren Pools überhaupt noch lohnt.

Gibt es bestimmte Anzeichen, an denen man erkennen kann, ob das Problem eher an den Leitungen, der Folie, den Einbauteilen oder an der Technik liegt?
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Ich würde bei so einem Fall tatsächlich erstmal eine professionelle Leckortung machen lassen, bevor irgendwo auf Verdacht aufgegraben wird. Je nach Pool können dabei verschiedene Methoden genutzt werden, z. B. Druckprüfungen an den Leitungen, Farbstofftests oder andere Messverfahren.

Eine Pool Leckortung kann gerade dann sinnvoll sein, wenn man äußerlich nichts erkennt und nicht weiß, ob Folie, Einbauteile oder Rohrleitungen betroffen sind.

Als groben Hinweis kann man auch beobachten, bis zu welcher Höhe das Wasser absinkt. Bleibt es z. B. auf Höhe eines Skimmers oder einer Einlaufdüse stehen, könnte das zumindest einen ersten Anhaltspunkt geben.

Bei einem älteren Pool würde ich die Kosten der Ortung trotzdem erstmal gegen eine größere Sanierung abwägen. Blind alles aufzureißen wäre für mich jedenfalls die letzte Option.

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Wie läuft eine professionelle Pool‑Leckortung ab?

Wenn du einen Fachmann rufst, beginnt die Untersuchung meistens mit einem Visuellen Check und einer Messung des Wasserverlustes über 24 Stunden. Danach wird das eigentliche Leckortungs‑Verfahren eingeleitet – meist ohne den Pool komplett zu öffnen.

Typische Methoden, die Techniker einsetzen

  • Farbdruck‑Test (Dye Test): Eine farbige Flüssigkeit wird an verdächtigen Stellen ins Wasser gegeben. Strömt das Wasser zur Leckage, zieht die Farbe das Leck sichtbar an.
  • Unterwasser‑Akustik‑Messgerät: Mikrofone erfassen das Geräusch von austretendem Wasser. Moderne Geräte können das Leck bereits aus 5–10 m Entfernung lokalisieren.
  • Thermografie (Infrarot‑Kamera): Unterschiedliche Temperaturbereiche im Pool‑Wasser oder an den Rohren werden sichtbar gemacht – besonders effektiv bei Lecks in der Folie oder an Rohrverbindungen.
  • Hydro‑Druck‑Test für Leitungen: Das Rohrsystem wird unter Druck gesetzt und mit einem Lecksuchspray abgesprüht. Luftblasen zeigen das Leck an.
  • Wasser‑Tracermethode: Ein spezieller Farbstoff wird ins Wasser gemischt und mit einer Unterwasser‑Lampe nach dem Austrittspunkt gesucht.

Kosten – was darfst du erwarten?

Die Preise variieren je nach Region und Aufwand, aber grob lässt sich sagen:

  • Einfacher Sichtcheck + Wasserverlust‑Messung: 80 – 150 €
  • Akustik‑ oder Thermografie‑Analyse: 200 – 400 €
  • Komplett‑Leckortung inkl. Drucktest und Bericht: 400 – 800 €

Viele Firmen bieten einen Fixpreis für die Ortung an und berechnen die Reparatur separat. Oft lohnt es sich, vorab nach einem Kostenvoranschlag zu fragen.

Worauf du achten solltest – mögliche Leckquellen

  • Rohre & Leitungen: Besonders an den Verbindungsstellen zu Pumpen, Filter und Heizung. Ein leichter Druckabfall beim Anlassen kann ein Hinweis sein.
  • Folien‑ oder Kunststoff‑Becken: Risse, die mit bloßem Auge schwer zu sehen sind, zeigen sich häufig an den Ecken oder dort, wo die Folie an Metallrahmen anliegt.
  • Einbauteile (Skimmer, Rücklauf, Lichtarmaturen): Dichtungen können mit der Zeit aushärten und lecken.
  • Technik (Pumpe, Filter, Heizung): Undichtigkeiten an den Anschlussgummis oder im Gehäuse führen zu Wasserverlust, der oft erst nach außen sichtbar wird.

Lohnt sich die Leckortung bei älteren Pools?

Ja – selbst ein älterer Pool kann mit einer gezielten Reparatur wieder dicht werden. Oft reicht ein neuer Dichtungsring, ein Patch für die Folie oder das Austauschen einer beschädigten Rohrverbindung. Die Kosten für die Ortung sind meist niedriger als ein kompletter Neu‑ oder Teil‑Austausch, und du sparst langfristig Wasser‑ und Energiekosten.

Praktische Tipps, bevor du den Profi rufst

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