Ich würde in deinem Fall zunächst mit größeren Farbmustern arbeiten und mir anschauen, wie sie morgens, nachmittags und bei eingeschaltetem Licht wirken. Gerade bei wenig Tageslicht kann derselbe Farbton je nach Beleuchtung deutlich kühler oder wärmer erscheinen.
In diesem Ratgeber findest du dazu einige hilfreiche Hinweise: https://www.dieimmobilie.de/wohnzimmer-streichen-der-grosse-ratgeber-zu-wandfarben-vorbereitung-und-streichtechniken/. Dort wird unter anderem erklärt, dass helle Töne wie gebrochenes Weiß, Greige, Sand oder zurückhaltende Pastellfarben Räume offener erscheinen lassen können.
Ich persönlich würde wahrscheinlich kein hartes Reinweiß nehmen, sondern einen leicht warmen Ton wählen, der besser mit Möbeln und Boden zusammenspielt. Eine einzelne Akzentwand kann zusätzlich interessant wirken, solange der Rest des Raumes eher ruhig bleibt und die stärkere Farbe nicht zu dominant ausfällt.
Vor dem Streichen würde ich außerdem den Untergrund genau prüfen und kleine Risse oder Unebenheiten ausbessern, weil ein neuer Anstrich solche Stellen nicht automatisch verschwinden lässt. Am Ende würde ich lieber zwei oder drei Farbtöne direkt im Raum testen, statt mich nur anhand einer kleinen Farbkarte zu entscheiden.