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Frage wurde gestellt am 04.10.2026
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Seit einigen Wochen habe ich stechende Schmerzen an der Unterseite meiner rechten Ferse, besonders beim Aufstehen aus dem Sitzen und beim Laufen. Mein Arzt hat einen Fersensporn diagnostiziert. Welche Ursachen hat das und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, sowohl konservativ als auch operativ?
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Ein Fersensporn entsteht in der Regel, weil die Plantarfaszie – das dicke Bindegewebe, das die Fußsohle vom Fersenbein bis zu den Zehen spannt – über einen längeren Zeitraum stark belastet wird. Durch wiederholte Zug- und Druckkräfte kann sich an der Ansatzstelle am Fersenbein ein kleiner knöcherner Auswuchs bilden, der zusammen mit einer Entzündung der Plantarfaszie zu den typischen stechenden Schmerzen führt, besonders beim ersten Auftreten nach dem Sitzen oder beim morgendlichen Aufstehen.

Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen Übergewicht, das Tragen von ungeeignetem Schuhwerk ohne ausreichende Dämpfung, langes Stehen oder Gehen auf harten Untergründen sowie eine verkürzte Waden- und Achillessehne, die die Spannung auf die Plantarfaszie erhöht. Auch sportliche Aktivitäten, die viel Sprung- und Laufbelastung erfordern, können das Risiko erhöhen, genauso wie strukturelle Fußabweichungen wie Plattfüße oder ein hoher Fußbogen.

Die konservative Therapie richtet sich darauf, die Belastung zu reduzieren und die Plantarfaszie zu dehnen. Das Tragen von gut gedämpften Schuhen oder orthopädischen Einlagen kann die Druckverteilung verbessern, während regelmäßige Dehnungsübungen für die Waden- und Fußsohle die Spannungen verringern. Entzündungshemmende Medikamente, physikalische Therapie und das Anwenden von Kältepackungen können akute Schmerzen lindern, und ein nächtlicher Stützschuh oder eine Schiene hält die Faszie in einer gedehnten Position, um die Heilung zu unterstützen.

Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen und die Schmerzen über mehrere Monate anhalten, kann ein Eingriff in Erwägung gezogen werden. Dabei wird meist ein minimalinvasiver Plantarfaszie-Release durchgeführt, bei dem ein kleiner Schnitt oder ein endoskopischer Zugang genutzt wird, um die überlastete Faszie zu lockern. In seltenen Fällen wird ein offener chirurgischer Eingriff gewählt, bei dem ein Teil der Plantarfaszie entfernt wird, um den Druck vom Fersenknochen zu nehmen.

Nach einer Operation ist eine gezielte Rehabilitation wichtig, um die Beweglichkeit wiederherzustellen und das Risiko eines Rückfalls zu minimieren. Unabhängig von der gewählten Therapie bleibt es entscheidend, das Körpergewicht zu kontrollieren, geeignete Schuhe zu tragen und die Muskulatur regelmäßig zu dehnen, um langfristig Schmerzen zu vermeiden und die Fußgesundheit zu erhalten.

Frage wurde gestellt am 07.10.2026