Eine gute Übersicht bietet der Beitrag von NIB zum Thema Worauf es bei der Netzwerkplanung ankommt, in dem sowohl der externe Glasfaseranschluss als auch die Verkabelung innerhalb des Gebäudes betrachtet werden.
Wichtig ist zunächst, beide Ebenen gemeinsam zu planen, denn ein schneller Anschluss von außen bringt wenig, wenn intern noch eine veraltete oder ungeeignete Verkabelung vorhanden ist.
Gerade in Industrieumgebungen kann Glasfaser Vorteile haben, weil sie unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen durch Motoren, Schweißanlagen oder Frequenzumrichter ist.
Bei der Planung sollte außerdem früh geklärt werden, welche Gebäudeteile verbunden werden, welche Entfernungen zu überbrücken sind und ob Singlemode oder Multimode besser zum Einsatzzweck passt.
Auch einheitliche Steckertypen, passende Biegeradien, Zugentlastung, Brandschutzabschottungen sowie Reserven bei Fasern und Leerrohren sollten von Anfang an berücksichtigt werden.
Vorkonfektionierte Glasfaserkabel können die Montage vereinfachen, weil sie bereits mit Steckern versehen und geprüft geliefert werden, setzen allerdings eine sehr genaue Längenplanung voraus.
Im Beitrag wird deshalb empfohlen, die Trassen sorgfältig zu vermessen und zusätzlich eine gewisse Reserve für Führung und Rangierung im Netzwerkschrank einzuplanen.
Ich würde bei einem Neubau oder einer größeren Sanierung lieber etwas großzügiger dimensionieren, weil spätere Erweiterungen oder Nachrüstungen meist deutlich aufwendiger und teurer sind.