Ich würde mich bei Extensions ehrlich gesagt nicht daran festbeißen, ob das Haar nun aus Europa, Indien oder China kommt. Das Herkunftsland allein sagt für mich noch nicht aus, ob die Extensions gut oder schlecht sind. Entscheidend sind vielmehr die tatsächliche Haarqualität, ob es Echthaar ist, wie es verarbeitet wurde und vor allem, wie gut die Extensions zu deinem eigenen Haar passen.
Indisches Haar kann beispielsweise eine sehr gute Qualität haben, während „europäisches Haar“ nicht automatisch hochwertig sein muss. Bei gutem Remy-Echthaar sind unter anderem eine intakte Schuppenschicht und eine möglichst gleichmäßige Ausrichtung der Haare wichtig. Das wirkt sich auf Natürlichkeit, Haltbarkeit und darauf aus, ob die Haare schnell verfilzen.
Meine Frau bekommt ihre Extensions immer bei einem Salon, deren Friseurinnen Experten für Extensions sind und mit dem sie wirklich sehr zufrieden ist. Die sehen jedes Mal perfekt aus und die Bondings sind so unauffällig, dass man sie praktisch nicht sieht. Woher genau die dort verwendeten Haare stammen, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht – und meiner Frau ist das inzwischen auch ziemlich egal. Entscheidend ist für sie, dass es hochwertiges Echthaar ist, sich natürlich anfühlt und das Ergebnis stimmt.
Der Salon arbeitet ausschließlich mit hochwertigen Echthaarsträhnen und setzt die Bondings so, dass sie lange halten und gleichzeitig möglichst unsichtbar bleiben. Gerade dieses Zusammenspiel aus guter Haarqualität, sauberer Verarbeitung und Erfahrung beim Einsetzen würde ich wesentlich höher bewerten als das Etikett „Europa“, „Indien“ oder „China“.
Ich würde mir deshalb von den drei Studios zeigen lassen, welches Haar sie konkret verwenden und wie es verarbeitet ist. Und vor allem würde ich mir fertige Arbeiten anschauen. Wenn die Extensions natürlich fallen, die Spitzen nicht dünn oder strohig aussehen und die Verbindungsstellen sauber eingearbeitet sind, wäre das für mich deutlich aussagekräftiger als das Herkunftsland.