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Hallo ihr,
sagt mal, mir ist aufgefallen, dass ich echt gerne Tierdokus schaue, aber zu 90% spielen die in Afrika, Amerika, Australien oder Asien. Ich glaube ich kenne die dortigen Tierwelten viel besser als die hiesige. Das ist mir so richtig bewusst geworden als ich vor ein paar Tagen eine Fahrradtour gemacht habe und eine kleine Schlange den Weg vor mir überquerte.
Ich hab keine Ahnung was für Schlangen hier leben, aber in anderen Ländern wüsste ich welche aufzuzählen. Komisch, oder? Oder geht's euch ähnlich?
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8 Antworten

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Ich habe vor über 40 Jahren zur Kommunion ein Buch geschenkt bekommen, das ich in den folgenden Jahren sehr lieben gelernt habe. Das Buch war in dieser Zeit mein regelmäßiger Begleiter und was ich daraus gelernt habe, hat mir mein ganzes Leben lang Freude gemacht.
Deshalb kann ich, auch wenn das Buch heute schon sehr, sehr alt ist (immerhin jünger als ich) und es einige der darin beschriebenen Tiere und Pflanzen aufgrund der menschlichen Dummheit und Ignoranz schon gar nicht mehr gibt, das Buch immer noch wärmstens empfehlen: "Die Wiese lebt". Für Kinder, aber auch für interessierte Erwachsene, die Interesse an unserer Natur haben. Klar, es ist keine Film-Doku, aber sicherlich genauso spannend und interessant. 

Erst vor wenigen Wochen haben wir ganz begeistert festgestellt, dass in unserem Garten eine sicherlich beinahe 1,50m lange Ringelnatter lebt, die ich auch in diesem Buch kennengelernt habe und die mir im Laufe meines Lebens immer wieder über den Weg gekrochen ist. Wie gut, dass ich schon als Kind wusste, dass dieses schöne Tier für uns Menschen ungefährlich ist und ich deshalb bei richtigem Verhalten keine Angst haben muss. So konnte ich mich immer an deren Eleganz und Schönheit begeistern.

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Also in Deutschland gibt es, so viel ich weiß, wohl nur fünf Schlangenarten: Ringelnatter, Glattnatter (auch Schlingnatter genannt), Würfelnatter, Kreuzotter und Aspisviper. Die Blindschleiche ist eine Echse, auch wenn sie wie eine Schlange aussieht, doch das nur nebenbei. Europa ist in dieser Hinsicht halt arm dran, was wir unseren Kaltzeiten zu verdanken haben. Anderswo auf der Welt haben sich nach den Vergletscherungen die Tiere (und Pflanzen) wieder nach Norden ausbreiten können, was in Europa nicht so gut klappte, weil das Mittelmeer den Weg zurück nach Europa versperrte. Ja, und Ostasien war kaum von Eiszeiten betroffen und das Klima pegelte sich von tropisch allmählich auf gemäßigt ein, so dass die Tiere dort genügend Zeit zur Anpassung hatten. Die Wälder dort sind die artenreichsten der gesamten Nordhalbkugel. Deshalb hat es z.B. Affen in Japan, Leoparden am Amur und urzeitliche Riesensalamander in China, von der immensen Artenfülle der Insekten ganz zu schweigen. Und so viel davon ist noch unerforscht. Die Tierfilmer reisen natürlich gern an jene Orte mit der größten Biodiversität. In einem Punkt muss ich dir rechtgeben, denn das was man so im Fernsehen gezeigt bekommt, hat man schon tausendmal gesehen, von gazellenjagenden Geparden bis hin zu den Seevögeln von Galapagos. Dabei gibt es noch so viele unerforschte Gebiete auf der Welt, die Tepuis in Südamerika z.B. oder das Innere Neuguineas. Darüber würde ich mir mehr Dokumentationen wünschen. Auch das Kongobecken ist hochinteressant, aber die Dokus von dort zeigen ja immer nur Gorillas...

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Es gibt bestimmt auch genug Tierdokus für unsere Tierchen, kommt halt auf den Sender an. Wenn du sowas z.B. auf einem international tätigen Sender guckst, dann kommt vermutlich nix zu unserer Tierwelt. Oft gibt es auch in Onlinebibliotheken tolle, heimische Dokus.

LG

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Es gibt in Deutschland ja nur sechs verschiedene Schlangen, die heimisch sind: 

Kreuzotter, Ringelnatter, Äskulapnatter, Schlingnatter, Aspisviper, Würfelnatter, Blindschleiche. Welche von denen war deine Schlange? Guck mal: https://www.schlangen-in-deutschland.de In den meisten Fällen sieht man ja ohnehin nur eine Blindschleiche und das ist finde ich nicht mal ne richtige Schlange. Da habe ich als Kind im Harz mal eine gesehen und habe mich dann nicht mehr in die Berge getraut, weil ich nicht wusste, dass die ungefährlich sind. Eine Blindschleiche hat meine Kindheit ruiniert. Das lässt sich mit Sicherheit sagen. 

Allgemein sollte man in den Schulen besser aufklären, das finde ich auch. 

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Naja gut ich sagen mal so eine Huntsman Spinne in Australien oder eine Vogelspinne in Südamerika werden wohl für das TV Programm spannender sein also ein Weberknecht in Deutschland ^^ 
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Hallo,

ein schöner Thread zu einem spannenden Thema. Mir ging es tatsächlich ähnlich und es ist schon faszinierend, dass wir häufig so wenig über die Vielfalt einheimischer Tiere und Pflanzen wissen. Im vorletzten Jahr habe ich mich dann beispielsweise näher mit den verschiedenen heimischen Vögeln beschäftigt, an deren Zwitschern ich mich beim morgendlichen Kaffee auf unserer Terrasse so sehr erfreue. Nun bin ich durch das Selbststudium wahrlich kein Ornithologe, aber alleine die Vielfalt an (Garten-)Vögeln ist bemerkenswert. Diese fliegen im Winter auch nicht, wie es Zugvögel tun, in den Süden und verweilen auch in der kalten Jahreszeit hier. Da dadurch ihre Futtersuche erschwert wird, bestelle ich seit geraumer Zeit hochwertiges Vogelfutter bei pauls-muehle.de, um den Vögeln bei der Nahrungsfindung zu helfen. So leiste ich eventuell einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Von diesem Thread inspiriert, werde ich mir wohl heute noch ein weiteres Buch über einheimische (Wild-)Tiere kaufen.

LG zum Jahresbeginn!