Im Haushalt meiner Tante und meines Onkels funktioniert die 24-Stunden-Betreuung wirklich gut, gerade weil meine Tante im Rollstuhl sitzt und nur noch einen Arm bewegen kann. Die ukrainische Betreuungskraft ist im Alltag eigentlich ständig eine große Unterstützung: Sie hilft ihr morgens aus dem Bett, beim Anziehen und bei der Körperpflege, kocht das Essen, macht den Haushalt und die Wäsche und unterstützt sie auch beim Hinsetzen, Aufstehen und Zubettgehen. Das darf man aber nicht mit einem ambulanten Pflegedienst verwechseln. Wegen meines Onkels kommt deshalb zusätzlich morgens und abends ein guter ambulanter Pflegedienst vorbei. Er kann kaum noch gehen und braucht teilweise medizinische Versorgung, beispielsweise bei seinen Medikamenten und bei Druckstellen bzw. Wunden. Solche Dinge gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Pflegekräfte.
Für uns ist diese Kombination ideal: Die 24-Stunden-Betreuung kümmert sich um den gesamten Alltag und die Unterstützung rund um die Uhr, während der ambulante Pflegedienst die medizinisch-pflegerischen Aufgaben übernimmt. Gerade bei stärker pflegebedürftigen Menschen würde ich mir deshalb genau anschauen, was tatsächlich an Betreuung und was an professioneller Pflege benötigt wird.