Weiß zwar nicht, ob ihr euch mittlerweile schon für etwas entschieden habt, aber: Die Überlegung, jemanden als Hilfe hinzuzuziehen ist sowohl für Opa als auch für euch als Angehörige ziemlich richtig. Meine Mutter hat meine mit Anfang 80 an Demenz erkrankte (und auch gehbehinderte) Oma mit dem ursprünglichen Vorhaben, ihr noch ein, zwei lebenswerte Jahre daheim zu ermöglichen, dann insgesamt über 12 Jahre fast alleine zuhause gepflegt. Im Grunde war meine Mama danach selbst schon ein Pflegefall. Diesen Fehler haben wir innerhalb der Familie nicht nochmal gemacht und uns von da an dementsprechend schon frühzeitig nach kompetenter Hilfe von außen umgesehen. Pflegeheim kam und kommt dabei nicht in Frage, denn es ist mMn nach schon immens wichtig für einen Menschen, im vertrauten Umfeld, sprich den eigenen 4 Wänden, bleiben zu dürfen.
Innerhalb der häuslichen bzw. ambulanten Pflege gibt es wiederum viele verschiedene Modelle. Bei "schwierigeren Fällen" ist eine 24-Stunden-Pflege natürlich empfehlenswert, bei weniger komplizierten, bei denen die Pflegeperson teils auch noch gut alleine zurecht kommt, kann man sich auch eine Tagespflege für jeweils einige Stunden überlegen. Sympathie aber natürlich auch kompetente Beratung ist zunächst das A und O, wenn es darum geht, den geeigneten "Pflege-Anbieter" zu finden. Dann kommt es allerdings natürlich auch darauf an, ob das Pflegepersonal (zwar auf jeden Fall fachkundig) aber auch einfühlsam mit dem zu betreuenden Menschen umgeht. Wir haben mittlerweile sehr, sehr gute Erfahrungen mit dieser häuslichen Pflege erlebt, die vom gesamten Team her menschlich wirklich etwas Besonderes ist. Musst eben schauen, ob du so etwas in deiner Region findest. 