Wenn ein Objekt schon längere Zeit angeboten wird, mehrfach im Preis gesenkt wurde oder nur wenige Interessenten zu Besichtigungen kommen, kann das auf eine stärkere Position der Käuferseite hindeuten.
In einem solchen Käufermarkt lohnt es sich aus meiner Sicht, vergleichbare Angebote genau anzusehen und nicht vorschnell den ausgeschriebenen Preis zu akzeptieren.
Gut erklärt wird dieser Unterschied zwischen Käufer- und Verkäufermarkt unter immobilienmakler-giessen-wetzlar-marburg.de/lexikon/kaeufermarkt-vs-verkaeufermarkt, wobei dort besonders das Verhältnis von Angebot und Nachfrage hervorgehoben wird.
Ist das Angebot größer als die Nachfrage, haben Käufer meist mehr Auswahl, längere Entscheidungszeiten und häufig auch bessere Möglichkeiten für Preisverhandlungen.
Ich würde zusätzlich darauf achten, wie lange ähnliche Immobilien in derselben Lage inseriert sind und ob sich deren Angebotspreise in den vergangenen Wochen verändert haben.
Noch wichtiger als ein möglichst großer Nachlass wäre für mich allerdings, vorher einen realistischen Marktwert zu kennen, damit mein Angebot weder unnötig hoch noch völlig unrealistisch ausfällt.
Bei sehr gefragten Objekten kann die Situation trotz eines insgesamt ruhigeren Marktes anders aussehen, weil Lage, Zustand und Preis immer eine große Rolle spielen.
Deshalb würde ich jede Immobilie einzeln bewerten und meinen Verhandlungsspielraum vor allem aus Vermarktungsdauer, Vergleichsangeboten, Zustand und erkennbarem Verkaufsdruck ableiten.