Schau ...
Das Surren und oftmals auch das Quitschen eines Nadeldruckers kennt jeder aus Arztpraxen und ähnlichen Institutionen. Eigentlich ist der Nadeldrucker ein eher veraltetes Modell, das von den anderen Druckervarianten in fast jeder Hinsicht übertroffen wird und trotzdem wird der Nadeldrucker immer noch verwendet. Woran liegt das?
Der Nadeldrucker hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinen Kollegen: man kann Durchschläge mit ihm anfertigen, da er ja ähnlich wie eine Schreibmaschine funktioniert. Beim Druckvorgang schlagen einzelne Nadeln auf ein Farbband zwischen Papier und Druckkopf und dadurch können die einzelnen Bildpunkte abgebildet werden. Eine Nadel steht aber nicht für einen Buchstaben, sondern mit den Nadeln werden sozusagen immer Teile eines Buchstabens abgebildet. Je mehr Nadeln vom Nadeldrucker verwendet werden, desto enger werden die einzelnen Punkte gesetzt und dies hat Auswirkungen auf die Qualität des Ausdruckes.
Auch Farbausdrucke sind mit einem entsprechenden Farbband möglich wobei einfach die entsprechende Farbe durch gleichzeitiges Aufdrücken verschiedener Farben zustande komme bzw. man diese Farbe am Schluss erhält.
Grundsätzlich sind nadeldrucker neueren Modellen unterlegen, weil sie zum einen beim Drucken sehr laut und langsam sind und weil sie keine so qualitativ hochwertigen Ausdrucke anfertigen können wie andere Druckermodelle.
Für sie sprechen aber außer der Fähigkeit Durchschläge anzufertigen, auch der geringe Wartungsaufwand und der günstige Preis vieler Geräte. Auch gebrauchte Geräte können sehr gut angeschafft werden, denn Nadeldrucker sind sehr langlebig.
Zudem kann für das Drucken Endlospapier verwendet werden, was weitere Kosten senkt und die Ausdrucke sind wasserfest, im Gegensatz zum Tintenstrahldrucker.
Grundsätzlich eignen sich Nadeldrucker heute für den privaten Gebrauch eher weniger bzw. andere Geräte können viel mehr leisten und wer braucht schon Durchschläge von seinen Drucken? Für Firmen und Arztpraxen besteht jedoch kein Grund sich vom Nadeldrucker abzuwenden, denn dort wird er weiterhin gute Arbeit tun.