Ehrlich gesagt – ich würde schon gerne lieber jung bleiben. Altern ist sicher ein natürlicher Prozess, aber wenn ich wählen könnte, würde ich die Zeit manchmal gern ein bisschen anhalten. Ich merke aktuell, dass mein Körper mir langsam Rückmeldungen gibt – was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich so gelebt habe, dass ich viele Jahre nicht wirklich gut mit ihm umgegangen bin.
Aber genau deswegen versuche ich gerade, Schritt für Schritt meinen Lebensstil zu verändern. Nicht mit dem Holzhammer, sondern mit kleinen, aber bewussten Entscheidungen. Zumal ich noch kleine Kinder habe und ich will einfach noch lange für sie fit genug sein.
Jetzt möchte ich das noch nicht wirklich machen, weil ich mich dafür einfach noch etwas zu jung fühle, aber grundsätzlich halte ich mittlerweile eine Bestattungsvorsorge für sehr sinnvoll, weil ich bei Sterbefällen innerhalb der Verwandtschaft jetzt Probleme erlebt habe, die auftreten, wenn jemand sehr plötzlich verstirbt. Es wurde sehr deutlich, wie viele Fragen, Unsicherheiten und Belastungen auf die Angehörigen zukommen können, weil keinerlei Gedanken daran "verschwendet" wurden, was nach dem Todesfall eigentlich passieren soll. Das wünsche ich wirklich niemandem.
Deshalb finde ich: Für sich selbst gut zu sorgen, bedeutet eben auch, seinen Angehörigen später eine schwere Zeit nicht noch schwerer zu machen – auch wenn man diesen Gedanken natürlich gerne möglichst weit von sich wegschiebt.