Wenn ihr gezielt nach einer Brenner Alternative für Gespanne sucht, hat sich für viele der Reschenpass bewährt, weil er breite Straßen und moderate Steigungen bietet. Für Tempo und planbare Bedingungen ist der Gotthard-Tunnel ebenfalls stark, da er ohne zusätzliche Passhöhe auskommt. Sehr schön, aber etwas anspruchsvoller, sind Bernina und Maloja, die landschaftlich punkten, jedoch mehr Fahrerfahrung verlangen. Auch San Bernardino und die Felbertauernstraße sind gute Optionen, sofern euch Vignette beziehungsweise Tunnelgebühr recht sind.
Achtet darauf, dass der Arlbergpass zeitweise für Gespanne gesperrt ist und generell nur der Tunnel sinnvoll bleibt. Im Hochsommer und zu Feiertagen würde ich staugefährdete Kernzeiten meiden und lieber früh morgens oder nachts starten. Mit Wohnwagen unbedingt die Motorbremse nutzen, Pausen einplanen und die Steigfähigkeit eures Zugfahrzeugs realistisch einschätzen. Winterausrüstung ist je nach Saison Pflicht, und einige Pässe schließen komplett.
Eine kompakte Übersicht mit Vor- und Nachteilen der genannten Routen, inkl. Kosten, Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad, bietet Campingplatzhelden in einem ausführlichen Vergleichsartikel. Dort findet ihr auch Hinweise zu Live-Verkehrsinfos via ASFINAG und Autobrennero sowie praxisnahe Tipps speziell für Wohnwagen und Wohnmobile. Auf Basis dieser Infos würde ich für entspannte Anreise mit Gespann den Reschenpass wählen und bei Fokus auf Durchkommen den Gotthard-Tunnel, während Bernina oder Maloja als landschaftliche Highlights eher die genussvolle, aber fordernde Wahl sind.