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Mein Bruder überlegt, sich eine PV-Anlage anzuschaffen und ich dachte mir, ich hör mich mal für ihn um. Er würde sich wegen der immer höher werdenden Strompreise gerne energieunabhängig machen, aber sein Haus ist in Norddeutschland, also nicht unbedingt der allersonnigsten Gegend. Kann eine Solaranlage da trotzdem Sinn machen, auch wenn das Haus im Norden liegt?

Gibt es noch etwas, auf das man achten sollte? Sollte man nur seinen Verbrauch abdecken oder so viele Paneele wie möglich auf das Dach packen? Wie sieht es mit einem Speicher aus?

Was habt ihr da schon für Erfahrungen gemacht? Meint ihr, die Anschaffung einer PV-Anlage lohnt sich?
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6 Antworten

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Eine Solaranlage kann auch dann sinnvoll sein, wenn das Haus nach Norden ausgerichtet ist. Zwar erzeugt eine Photovoltaikanlage auf der Nordseite 30 bis 40 Prozent weniger Strom als unter optimalen Bedingungen, aber moderne Solarmodule sind effizienter geworden und können auch bei diffusem Licht gute Erträge liefern. Besonders flache Dachneigungen verbessern die Leistung, da sie mehr Licht einfangen. Zudem kann auch eine Nordseite-Anlage wirtschaftlich sein, wenn der Eigenverbrauch hoch ist, da selbst erzeugter Strom oft günstiger ist als Netzstrom. Es gibt auch recht gute Energiespeicher, um den überschüssigen Strom zwischenzuspeichern.
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Eine Photovoltaikanlage macht auch in Norddeutschland Sinn. Die heutige Technik bringt auch schon einiges bei Bewölkung und keiner direkten Sonneneinstrahlung. Man muss also nicht irgendwo im Süden leben und braucht ständig strahlenden Sonnenschein damit sich eine PV-Anlage lohnt.

Man muss sich natürlich die weiteren Gegebenheiten ansehen. Egal ob im Norden oder Süden, das Dach sollte nicht zu viel Beschattung aufweisen. Das wäre dann viel schlechter als eine Lage in Norddeutschland.

Es soll sich halt mal jemand ansehen oder man kann auch online selbst mal versuchen herauszufinden ob es sinnvoll ist eine PV Anlage installieren zu lassen. Das geht bei einigen Anbietern ganz schnell und einfach.

Ich bin dafür, dass man seinen eigenen Verbrauch abdeckt. Wen jeder sein Dach voll macht und Strom produziert was nur geht, wird irgendwann das Netz nicht mehr mitspielen und dann wird wohl auch die Einspeisevergütung gestrichen. Ein Speicher macht schon auch Sinn, da wird man sich sein Verbraucherverhalten ansehen müssen. Wenn man über den Tag zu Hause ist, dann braucht man einen kleineren Speicher als wenn nur morgens und abends Strom verbraucht wird.

Wir haben in unserem Garten ein Balkonkraftwerk. Erfahrungen damit sind super. Geht natürlich auch um einiges unkomplizierter als bei einer echten Photovoltaikanlage.
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Kleines Update von unserer Seite: Wir haben uns jetzt einen Termin mit einem Spezialisten ausgemacht, der sich das Haus noch diese Woche anschauen wird und meinen Bruder dann beraten kann, was wirklich Sinn für ihn macht, natürlich auch auf das Verbraucherverhalten von seinem Haushalt bezogen. Du hast absolut Recht damit, dass man alles genaustens an die eigene Situation anpassen muss, um für sich selbst die richtige Entscheidung treffen zu können. Deshalb ist diese individuelle Beratung jetzt auch für uns sicher der nächste wichtige Schritt, damit wir danach alles weitere richtig einschätzen können. Danke nochmal für all deine Einsichten, du hast uns damit wirklich weitergeholfen!

kann leider nur so antworten weil man auf den Kommentar nicht antworten kann.

Und was ist bei der Beratung rausgekommen? 
Hat er sich für eine PV-Anlage entschieden, lohnt es sich für ihn?

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Die Preise für PV-Anlagen sind in den letzten Jahren massiv gesunken. Zudem werden solche Projekte immer mehr auch von den Gemeinden unterstützt. Es lohnt sich also abzuklären, ob von der Gemeinde Fördergelder zur Verfügung gestellt werden. Langfristig lohnt sich eine PV- Anlage mit Solarzellen immer, nach etwa 2-4 Jahren ist das Ersparnis grösser, als die Investition ursprünglich gekostet hat. Zudem hat es Vorteile, wenn man seinen Strom unabhängig von Drittanbieter selber erzeugen kann. Je nachdem kann man mit dem überschüssigen Strom sogar noch etwas Geld dazuverdienen. Es gibt auch schon Möglichkeiten, den überschüssigen Strom zwischenzuspeichern und bei Bedarf zu verbrauchen. Allerdings sind diese Speichermodule noch relativ teuer.
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Steht die Anlage schon?
Alles gut abgelaufen?
Gabs irgendwelche Probleme, Verzögerungen etc.?
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Servus Rafi, schön, dass du hier Rückmeldungen gegeben hast. Genau solche Erfahrungsberichte helfen oft mehr als die vielen theoretischen Diskussionen rund um Photovoltaik.

Wir haben unsere PV-Anlage vom Fachbetrieb vor vier Jahren installieren lassen und würden die Entscheidung heute genauso wieder treffen. Gerade in den letzten Jahren hat sich für uns gezeigt, wie angenehm es ist, einen Teil des eigenen Stroms selbst zu produzieren und damit unabhängiger von den Entwicklungen am Energiemarkt zu sein.

Dein Bericht bestätigt eigentlich genau das, was wir ebenfalls erlebt haben: Wenn die Anlage fachgerecht geplant und installiert wird, läuft sie meist sehr zuverlässig und man sieht oft schon in den ersten Wochen, was tatsächlich an Strom erzeugt wird. Bei uns war das damals ähnlich. Sobald die Anlage in Betrieb war, hat man sich fast täglich dabei ertappt, die Erträge zu kontrollieren und zu beobachten, wie viel Strom gerade produziert wird.

Besonders positiv finde ich auch, dass dein Bruder mit dem ausführenden Betrieb offenbar so gute Erfahrungen gemacht hat. Eine schnelle und professionelle Umsetzung ist bei solchen Projekten viel wert und trägt natürlich zur Zufriedenheit bei.

Aus heutiger Sicht würde ich jedenfalls sagen, dass sich Photovoltaik in den vergangenen Jahren eher noch attraktiver entwickelt hat. Für uns hat sich die Investition definitiv gelohnt, nicht nur finanziell, sondern auch im Hinblick auf die gewonnene Unabhängigkeit und das gute Gefühl, einen Teil des eigenen Energiebedarfs selbst decken zu können.

Weiterhin viel Freude mit der Anlage – und wenn die ersten Monate ähnlich laufen wie bei uns damals, wird dein Bruder die Entscheidung vermutlich nicht bereuen.