Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, die Aufnahme von freiem Zucker – das heißt Zucker, der Lebensmitteln und Getränken von außen zugesetzt wird, sowie der in Honig, Sirup und Fruchtsäften natürlich vorkommt – auf weniger als zehn Prozent der gesamten täglichen Energiezufuhr zu beschränken. Für die meisten Erwachsenen entspricht das etwa fünfzehn bis zwanzig Gramm Zucker pro Tag, was ungefähr drei bis vier Teelöffeln entspricht.
Wenn du dich noch genauer an die Empfehlungen halten möchtest, wird ein noch niedrigerer Grenzwert von fünf Prozent der Gesamtkalorien vorgeschlagen. Das würde bedeuten, dass du nicht mehr als sieben bis acht Gramm freien Zucker zu dir nehmen solltest, was etwa ein bis zwei Teelöffel pro Tag entspricht. Diese Menge ist besonders sinnvoll, wenn du bereits Risikofaktoren für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen oder Typ‑2‑Diabetes hast.
Es ist wichtig zu unterscheiden, dass nicht jeder Zucker gleich ist: Der Zucker, der natürlich in ganzen Früchten, Gemüse und Milchprodukten vorkommt, ist meist mit Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen verknüpft, was die Aufnahme im Körper verlangsamt und den Blutzuckerspiegel stabiler hält. Im Gegensatz dazu führen zugesetzte Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln und süßen Getränken zu schnellen Blutzuckerspitzen und können langfristig das Risiko für Herzkrankheiten und Stoffwechselstörungen erhöhen.
Praktisch bedeutet das, dass du dich darauf konzentrieren kannst, vor allem verarbeitete Produkte wie Limonaden, Süßwaren, Fertigsoßen und gesüßte Joghurts zu reduzieren. Stattdessen kannst du natürliche Süße aus frischem Obst, ungesüßtem Joghurt mit ein wenig Honig oder einer kleinen Portion Trockenfrüchte nutzen, um deinen Heißhunger zu stillen, ohne die empfohlenen Grenzwerte zu überschreiten.
Ein weiterer hilfreicher Ansatz ist, die Nährwertangaben auf Verpackungen zu prüfen und nach Begriffen wie „Zucker“, „Fruktose“, „Glukose“, „Saccharose“ oder „Sirup“ zu suchen. Wenn du bewusst darauf achtest, dass die Summe dieser Zuckerarten nicht die genannten Grenzen überschreitet, kannst du deine Ernährung umstellen, ohne komplett auf süße Genüsse verzichten zu müssen, und gleichzeitig deine Herz‑ und Stoffwechselgesundheit schützen.