Neue Funktion verfügbar: Benutzergruppen!
Erstelle eigene Gruppen, teile Inhalte und vernetze dich mit anderen Mitgliedern. ➜ Jetzt ansehen
gefragt.net

Top Kategorien


Deine Antwort

Bitte sachlich und kompetent antworten. Missbrauch führt zum Ausschluss.
HTML-Tags werden ignoriert und angezeigt.
Your name to display (optional):
Datenschutz: Deine Email-Adresse benutzen wir ausschließlich, um dir Benachrichtigungen zu schicken. Es gilt unsere Datenschutzerklärung.
Anti-Spam-Captcha:

Bitte logge dich ein oder melde dich neu an, um das Anti-Spam-Captcha zu vermeiden.

1 Antwort

0 Pluspunkte 0 Minuspunkte

Spinnmilben können in einem Gewächshaus besonders schnell zum Problem werden, weil die warmen und trockenen Bedingungen ihr Wachstum begünstigen. Sie saugen den Saft aus den Blattzellen, wodurch die Blätter gelblich werden und schließlich absterben. Deshalb ist es wichtig, das Befallsgeschehen früh zu erkennen und sofort Maßnahmen zu ergreifen, bevor die Population explosionsartig ansteigt.

Ein sehr wirksamer erster Schritt ist, die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus zu erhöhen, denn Spinnmilben gedeihen bei niedriger Luftfeuchte. Regelmäßiges Besprühen der Pflanzen mit lauwarmem Wasser, besonders auf die Unterseiten der Blätter, kann die Milben ersticken und gleichzeitig die Luftfeuchte anheben. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht zu kalt ist, um Blattstress zu vermeiden.

Natürliche Spritzmittel wie Neemöl oder ein selbstgemachtes Insektenspray aus ein wenig Spülmittel in Wasser können zusätzlich helfen. Das Öl wirkt als Kontaktgift und erstickt die Milben, während das milde Seifenwasser die äußere Wachsschicht der Tiere löst und sie abtötet. Wichtig ist, das Spray in den kühleren Morgen- oder Abendstunden anzuwenden und die Pflanzen nach einigen Tagen erneut zu behandeln, um den Lebenszyklus der Milben zu durchbrechen.

Ein weiterer biologischer Ansatz besteht darin, nützliche Räuber einzusetzen. Raubmilben wie Phytoseiulus persimilis oder Neoseiulus californicus fressen Spinnmilben in allen Entwicklungsstadien und können die Population langfristig in Schach halten. Auch Marienkäfer und Florfliegenlarven tragen zur Kontrolle bei, wenn sie im Gewächshaus ausgesetzt werden.

Abschließend sollte man befallene Blätter sofort entfernen und das Gewächshaus gründlich reinigen, um Eier und Larven zu beseitigen. Das Anbringen von reflektierenden Folien oder Alufolie hinter den Pflanzen kann das Licht streuen und die Milben verwirren, sodass sie weniger aktiv werden. Durch regelmäßige Kontrollen und das Kombinieren dieser natürlichen Maßnahmen lässt sich das Problem meist nachhaltig lösen, ohne auf chemische Mittel zurückgreifen zu müssen.

vor