In Deutschland gibt es ein recht komplexes System von akademischen Graden und staatlichen Berufsbezeichnungen. Darüber hinaus kann jeder seinen job mehr oder weniger so bezeichnen wie er will - Ich könnte etwa behaupten, ich sei Überflieger, Supertyp oder Monstertruckerfinder. Oder eben Trauerberater, Trauerbewältiger oder Trauercoach. Oder auch z. B. Trauertherapeut. Der Begriff "Therapeut" klingt erst mal super, er ist aber nicht geschützt. Der Begriff "Psychologe" impliziert dagegen gewohnheitsmäßig einen Studienabschluss in Psychologie.
In München gibt es etwa ein Institut für Trauerpädagogik. Die Absolventen nennen sich Trauerpädagogen. Wichtig: Es werden keine akademischen Grade oder die geschützten Begriffe "staatlich geprüft" oder "staatlich anerkannt" verwendet. Und der Begriff "Pädagoge" ist auch nicht definiert oder geschützt.
Ich war übrigens Klient einer Trauerpädagogin, die seinerzeit eine Trauerselbsthilfegruppe leitete. Für mich war das sehr hilfreich.