Es ist völlig verständlich, dass du dir Sorgen um Max machst – viele Hunde entwickeln im Alter Angst vor dem Autofahren, weil sie negative Erfahrungen damit verbinden oder einfach das ungewohnte Geräusch und die Bewegung als bedrohlich empfinden. Der erste Schritt ist, die Situation für ihn so vorhersehbar und stressfrei wie möglich zu gestalten, damit er lernt, dass das Auto nicht automatisch Gefahr bedeutet.
Beginne damit, das Auto im Abstand von Max’ gewohnter Umgebung zu öffnen, ohne dass du sofort fährst. Lass die Tür einen Spalt offen, sodass er das Geräusch des Motors hören kann, ohne dass er eingesperrt ist. Biete ihm dabei seine Lieblingsleckerlis an und lobe ihn leise, wenn er ruhig bleibt. Wiederhole das ein paar Mal täglich, bis er das Starten des Motors mit etwas Positivem verknüpft.
Wenn er die ersten Schritte toleriert, steigere langsam die Nähe zum Fahrzeug. Setze dich neben das geöffnete Auto, streichle ihn und gib ihm kleine Belohnungen, während du das Fahrzeug leicht anheizt, aber noch nicht fährst. Achte darauf, dass du seine Körpersprache beobachtest – wenn er Anzeichen von Stress zeigt, gehe einen Schritt zurück und gib ihm mehr Zeit.
Sobald er das Sitzen im Auto mit dem Geräusch des laufenden Motors akzeptiert, kannst du kurze, sehr kurze Fahrten unternehmen – zum Beispiel nur ein paar Meter bis zum nächsten Parkplatz. Halte die Tür sofort wieder offen, sobald du anhältst, und belohne ihn für jedes ruhige Verhalten. Die Fahrten sollten immer kürzer sein als die vorherige Angstphase, damit er nicht überfordert wird.
Regelmäßigkeit ist der Schlüssel: Wiederhole diese kleinen Trainingseinheiten mehrmals pro Woche, steigere die Dauer der Fahrten nur, wenn er sich wirklich wohl fühlt, und bleibe geduldig. Mit konsequentem, positivem Training wird Max lernen, dass das Auto ein sicherer Ort ist, und seine Angst wird nach und nach nachlassen.